Zu Zeiten des gegenwärtigen Web 2.0 ist
Webmonitoring insbesondere für Unternehmen eine interessante
Sache. Set Jahren können sich nun bereits die Konsumenten im
Netz untereinander austauschen. Etliche verbraucher- und
Bewertungsportale liefern dafür die Bühne. Eine besonders
bekannte Plattform dieser Art ist in unseren Gefilden
beispielsweise www.ciao.de. Dort können die User ihre
Erfahrungsberichte zu allen möglichen Themen schreiben. Sei es
zu einem Produkt oder zu einer Musical Aufführung. Und auch auf
verkaufenden Plattformen, wie beispielsweise Amazon, können die
Kundenrezensionen schreiben, die anderen Kunden zur
Orientierung dienen und die Kaufentscheidung beeinflussen
können.
Build web monitoring dashboard
with Mon.itor.Us and
Monitis
Für Firmen bedeutet Webmonitoring in dem
Zusammenhang, dass man das Internet nach solchen
Erfahrungsberichten und Rezensionen durchleuchtet, um sich ein
umfassendes Bild davon zu verschaffen, wie man selbst als Firma
oder Dienstleister von den Kunden wahrgenommen wird. Fällt die
Resonanz eher positiv oder negativ aus? Durch Evaluierung und
Auswertung dieser Daten kann sich ein Unternehmen ein
umfassendes Bild davon machen, wo die Stärken und Schwächen des
eigenen Produktes bzw. Angebots liegen. Was wird von den
Nutzern besonders positiv hervorgehoben und wo sind häufige
Kritikpunkte zu finden? All dies kann mittels Webmonitoring in
Erfahrung gebracht werden und einem Unternehmen dabei helfen,
die eigne Strategie bestmöglich anzupassen und Erfolg zu
maximieren.
Webmonitoring kann jedoch auch jenseits von
solchen kaufmännischen Auswertungen angewandt werden. So ist
Webmonitoring auch ein Instrument, um gezielt
Pressemitteilungen zu einem bestimmten Thema aus dem Internet
zu filtern. Im Grunde genommen lässt sich Webmonitoring auf
alles Mögliche beziehen. Dadurch kann man beispielsweise die
Internetpräsenz einer bestimmten Marke oder eines bestimmten
Herstellers nachvollziehen und auswerten. Webmonitoring sogar
auf bestimmte Personen zugeschnitten sein. Je nach
Verwendungszweck (sind eher schnelle oder wirklich saubere
Ergebnisse gewünscht) empfiehlt sich eher eine der beiden
Varianten.
Abgesehen von ihrem Zweck kann man das
Webmonitoring noch nach zwei Arten differenzieren. Und zwar
gibt es das manuelle und das automatisierte Webmonitoring.
Manuelles Webmonitoring wird durch qualifizierte Personen
geleistet. Diese Variante ist zwar zeitaufwendiger als
automatisiertes Webmonitoring, liefert dafür aber
vergleichsweise sehr zuverlässige und nützliche Ergebnisse.
Beim automatisierten Webmonitoring kommt spezielle Software zum
Einsatz, die nach den erwünschten Parametern konfiguriert wird
und auf Grundlage dessen ein automatisiertes Webmonitoring
betreibt. Der Vorteil liegt hierbei darin, dass schnell
Ergebnisse zutage gefördert werden. Allerdings lässt oftmals
die Relevanz der Ergebnisse zu wünschen übrig, da die Software
natürlich stark schlagwortartig orientiert ist und sich strikt
an den Suchparametern orientiert, ohne die gefundenen Daten
auch auf den richtigen, thematischen Zusammenhang zu
durchleuchten. Bis eine Software solches leisten kann, wird
wohl noch viel Zeit vergehen. Insofern müssen die
Suchergebnisse des automatisierten Webmonitorings letztlich
auch manuell durchforstet werden, um die Spreu vom Weizen zu
trennen.
Da das Internet mittlerweile mehr genutzt
wird als je zuvor – Tendenz steigend – und in immer mehr
Bereichen Anwendung findet, ist Webmonitoring heutzutage ein
wichtiges und durchaus relevantes Instrument für die Markt- und
Meinungsforschung sowie für die Marktanalyse.